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Angst vor den Träumen

Menschen | Zum 80. Geburtstag (14. April) erschien Charles Lewinskys Roman ›Eine andere Geschichte‹

Als Kind konnte sich Charles Lewinsky nicht vorstellen, dass sich das Schreiben zum Beruf machen ließe: »Ich fand immer, Schreiben ist etwas, das grossen Spass macht. Und etwas, das Spass macht, kann ja kein Beruf sein«, sagte der Autor einst in der SRF-TV-Sendung ›Musik für einen Gast‹. Lewinsky ist ein literarischer Spätentwickler. Mit sechzig Jahren gelang ihm mit dem Roman ›Melnitz‹, der vom Schicksal einer jüdischen Familie in der Schweiz über mehrere Generationen von 1871 bis 1946 erzählt, der literarische Durchbruch. Vor zwei Jahren hat sich Lewinsky, der am 14. April 1946 in Zürich geboren wurde, in seinem Roman ›Täuschend echt‹ mit Künstlicher Intelligenz (KI) und deren Auswirkung auf unseren Alltag auseinandergesetzt. Von PETER MOHR.

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Wer ist der Maulwurf im System?

Roman | John le Carré: Tinker, Taylor, Soldier, Spy

Mit Tinker, Taylor, Soldier, Spy legt der Ullstein Verlag fünf Jahre nach dem Tod des Autors die Neuübersetzung eines der wohl besten Bücher von John le Carré vor. Nachdem die deutsche Erstausgabe 1974 von Rolf und Hedda Soellner übersetzt wurde – der deutsche Titel lautete damals Dame, König, As, Spion –, nahm sich jetzt Peter Torberg dieser Aufgabe an. In der George-Smiley-Reihe le Carrés ist Tinker, Taylor, Soldier, Spy Band 5. Davor hatte es eine fast zehnjährige Pause gegeben, die le Carré mit zwei Romanen füllte, in denen sein Meisterspion nicht auftrat. Das mag daran gelegen haben, dass der Autor das Problem, dass Smiley zwischenzeitlich aus dem Dienst gedrängt worden war, erst einmal literarisch zu bewältigen hatte. Indem der Autor ihn als eine Art Berater wieder in den »Circus« einschleust – in den folgenden Bänden wird er hauptverantwortlich für den Umbau des MI 6 sein – macht er das auf die denkbar eleganteste Weise. Von DIETMAR JACOBSEN

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Käferkräcker und Quakulele: Zuviel Ballast für kleine Hüpfer

Kinderbuch | Karsten Teich: Übrigens, ich gehe fort!

Da packt einer sein Bündel mit den wichtigsten Dingen und erklärt ebenso beiläufig wie selbstbewusst: »Übrigens, ich gehe fort!« Kein Wohin, kein Warum – eine klare Ansage, die den Kern der Autonomiephase trifft: Es geht nicht um das Ziel, sondern um das Machen. Das macht neugierig, findet ANDREA WANNER.